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Paaranalyse: Jenseits von Afrika.

Donnerstag, 2. Juni 2011

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Nachdem ich mich gestern mit Julia St. und Timo auf der Eröffnung von Julia und Benjamins Laden über die “Großartigkeit” von Jenseits von Afrika unterhalten hatte, musste ich feststellen, dass man sich irgendwie immer rechtfertigen muss diesen Film zu mögen, nach dem Motto ja, es ist ja ein Hollywoodfilm, aber in seiner Kategorie ein ganz fantastischer, blabla, und ach übrigens gestern habe ich auch Godard gesehen und da fällt mir ein, dass die Gespräch hier mich sehr erinnern an die Anfangsszene, in der Frederic auf dieser Party ist und alle über Belanglosigkeiten sprechen, was Godard, indem er seine Schauspieler Werbeslogans rezitieren lässt, verdeutlicht — Timo und ich hatten uns zuvor von den Vorzügen unserer Haarprodukte vorgeschwärmt, die sehr teuer sind, aber sehr gut und nur an ganz bestimmten Orten zu bekommen…

Jedenfalls las ich bevor ich zu der Party ging in der aktuellen ZEIT das Gespräch zwischen Richard David Precht und Stéphane Hessel, in dem es im weitesten Sinne auch um Liebe geht und um das Problem – so sieht es jedenfalls Precht -, dass die vorherrschenden Vorstellungen einer romantischen Liebe zu einer Gefahr für Gemeinschaft werden, weil sie „asozial“ sind, weil die „Hauptheilserwartung nur eine private Utopie ist und nicht mehr eine Utopie auch für andere.“

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Ein paar Gedanken:
Uta von Naumburg und die Frauenquote

Samstag, 26. Februar 2011

Uta von Naumburg ist meine Person des Tages. Bei fortschreitender Lektüre Judith Butlers “Das Unbehagen der Geschlechter” starte ich den Versuch, Geschlechterkategorisierungen aus meinem Wortschatz zu streichen. Ich als Gegnerin der Frauenquote. Wozu eine Quote für etwas, das nicht existiert? Daher gibt es hier auch keine “Frau des Tages”, sondern eine “Person des Tages” und die ist weiblichen Geschlechts, das ist anzunehmen, weil sie – wie es der Zufall wollte – den austragenden Teil der Anatomie  – so mag man meinen – abbekommen hat, was sie nicht automatisch zu einer “Frau” macht, wie Simone de Beauvoir in “Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau” behaupten würde.

(Jedenfalls ist besagte Uta noch bis morgen im Naumburger Dom von Angesicht zu Angesicht betrachtbar, sonst kann man das nämlich nur von unten, aus 3m Entfernung und das ist nicht das gleiche Seherlebnis, wie auch Alexander Cammann in der aktuellen ZEIT findet, in der er ihr, der Uta, einen offenen Brief schreibt um sein Angetansein kundzutun).

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Schwester im Geiste.

Dienstag, 22. Februar 2011


credit: zeitmagazin

Erst seit dem Portrait im aktuellen ZEIT Magazin bin ich Fan von Anna dello Russo. Vorher war sie so da und irgendwie egal. Jetzt mag ich sie richtig gerne, sofern man als Leser nicht zu sehr beeinflusst ist von der Begeisterung Ilka Piepgras’, die die Italienerin für das Magazin in Mailand besuchte (und von Jürgen Teller fotografieren ließ).

Mein Gesicht ist nicht besonders sehenswert.
Die Leute sollen lieber auf meine Kleider achten.

“…manche der schönsten Frauen sind
eben Männer.”

Donnerstag, 17. Februar 2011

Heute erscheint die neue ZEIT samt ZEITMAGAZIN – auch wenn ich sie mir erst morgen für meine lange Zugfahrt kaufen werde. Die Redaktion war so nett, mir die Fotostrecke mit Model Andrej Pejic, fotografiert von Jürgen Teller zuzuschicken. Neben den Bildern ist vor allem der Text Tillmann Prüfers spannend, der einen kurzen Einblick in ein Thema gibt, mit dem ich mich im größeren Rahmen auch aktuell für meine Doktorarbeit befasse (die ich im übrigen ganz alleine schreibe!). Es geht um das Verschwinden der Geschlechtergrenzen in der Mode…
Die Körper werden immer magerer und androgyner, immer geschlechtsloser, so dass oft nicht mehr auszumachen ist, ob es sich nun um eine Frau oder einen Mann handelt – spannend auch, dass es immer weniger eine Rolle zu spielen scheint. Prüfer lehnt sich ein bisschen aus dem Fenster und bezeichnet Pejic als Ikone seiner/ihrer Zeit, holt sich an anderer Stelle aber selbst wieder weiter rein ins Haus, indem er noch Tilda Swinton mit ins Ikonenboot setzt.
Wen dieser ganze Themenkomplex genauer interessiert, dem empfehle ich die Lektür Judith Butlers. Besonders Das Unbehagen der Geschlechter und Körper von Gewicht, in dem es um die “diskursiven Grenzen des Geschlechts” geht. Wirklich richtig neu ist der Diskurs nämlich nicht. Simone de Beauvoir hatte schoneinmal etwas ähnliches angestoßen. Breitere theoretisch Durchsetzung fand das Thema Geschlechtergrenzen dann mit Butler in den 90ern. Jetzt scheint es an die breitere gesellschaftliche Oberfläche zu kommen. Es tut sich was im Geschlechterwald und vor diesem Hintergrund erscheinen Debatten um Frauenquoten schier antik!

Weitere Bilder nach dem Sprung…

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„Der schlecht gelaunte Liebende“ oder
von der „Vervolkstümlichung der deutschen Literatur“.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

In der morgen schon wieder alten Ausgabe der ZEIT beginnt eine Reihe, die sich mit der Lage der deutschen Literatur befasst. Warum auch nicht, ist schließlich der jetzige Zeitpunkt zum Beginn der Frankfurter Buchmesse nicht der schlechtest, einmal zu fragen, wie es denn um sie steht, um die Gegenwartsliteratur, die deutsche. Iris Radisch beginnt die Reihe, indem sie die Sprache einmal genauer unter die Lupe nimmt. Erster Befund: Der Plapperton mache die aktuelle Literatur so erfolgreich….

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ZEIT Magazin

Donnerstag, 18. Februar 2010

“Kennen wir uns nicht von Facebook?” Woher auch immer… Jedenfalls sehe ich verdammt gut aus! Und dabei hatte ich schon so Angst. Merci Herr Jans. Weiter geht es hier.