
links Kilian Kerner. rechts Til Schweiger
In der FAS von letztem Sonntag widmen sich Peter Körte, Claudius Seidl und Harald Staun mithilfe ausgewählter Größen des deutschen Filmsystems auf zwei Feuilleton-Seiten dem Stand des Deutschen Films. Dabei leitete sie die Frage, woran es liegt, “dass das deutsche Kino so reich ist an Talenten und Könnern und so arm an guten Filmen?”. So kurz vor der Berlinale, die vor wenigen Tagen eröffnet wurde, ist das natürlich eine berechtigte Frage. Auch sonst wohl. Ich frage mich nur, warum es bisher vor keiner der (Berliner) Modewochen eine ähnliche Überschau im Feuilleton einer deutschen Zeitung gegeben hat (warum Ricarda Landgrebe für ihre nicht völlig unwahren Aussagen im Spiegel auseinandergenommen wurde) – vor allem auch, weil sich signifikante Parallelen beider Industrien ausmachen lassen. So könnte man “Das System” auch als eine Standortbestimmung der deutschen Mode lesen.