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“Mentale Strafräume”

Donnerstag, 7. Juli 2011

Im heute mit der aktuellen ZEIT erschienenen ZEIT Magazin schreibt Harald Martenstein über sein Unbehagen am Frauenfußball: “Beim Frauenfußball gibt es so einen wahnsinnig starken gesellschaftlichen Druck, es gut zu finden.” Man dürfe nicht über die Spielerinnen lästern, so wie man es für gewöhnlich über die Spieler tut. Wenn ein Männerspiel schlecht ist, hieße es “Ein grottenschlechter Kick. Fußball zum Abgewöhnen”, wenn aber ein Frauenspiel unterirdisch sei, hieße es “Es ist wirklich erstaunlich, welche Fortschritte der Frauenfußball in den letzten Jahren gemacht hat.”
Vor einer Woche durfte ich die Vorzüge des VIP Bereichs der Frankfurter Commerzbank Arena genießen. (Als ich das letzte Mal dort gewesen bin, hieß sie noch Waldstadion.) Samsung hatte zum gemeinsamen Schauen des Spiels Deutschland – Nigeria geladen. So saß ich nun da in der zweiten Reihe auf gepolsterten Klappsesseln bei Gratis-Bier mit prächtigem Blick aufs Spielfeld und dachte die ganze Zeit, wie toll es wäre, von hier aus ein Spiel der Männer WM zu sehen.

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25 Jahre Schirn: Surreale Dinge.

Donnerstag, 10. Februar 2011


credit: Schirn

Die Schirn feiert dieser Tage ihr 25jähriges Bestehen. Seit jeher vermochte das lange Ausstellungshaus mit der Rotunde zwischen Frankfurter Römerberg und Dom auf überraschende Art publikumswirksam angelegte Ausstellungprojekte auch für tiefgründig Kunstinteressierte spannend aufzubereiten.
Zur Feier des Jahres landet die Schirn mit Surreale Dinge wieder einmal einen – so ist zu erwarten – Publikumsknaller. Die Kuratorin Ingrid Pfeiffer findet es “sehr erstaunlich, dass noch niemand vorher die surrealistische Objektkunst umfassend gezeigt hat.” Ja, erstaunlich ist das wohl, weil doch die Präsentation der leicht verdaulichen Objekte, die jeder irgendwie schonmal irgendwo gesehen hat, zig Besucher anlocken dürfte. Es geht um Sex, natürlich, und um unterdrückte Triebe, die gleichsam exemplarisch in den surrealistischen Dingen ihren Ausdruck finden.

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„Der schlecht gelaunte Liebende“ oder
von der „Vervolkstümlichung der deutschen Literatur“.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

In der morgen schon wieder alten Ausgabe der ZEIT beginnt eine Reihe, die sich mit der Lage der deutschen Literatur befasst. Warum auch nicht, ist schließlich der jetzige Zeitpunkt zum Beginn der Frankfurter Buchmesse nicht der schlechtest, einmal zu fragen, wie es denn um sie steht, um die Gegenwartsliteratur, die deutsche. Iris Radisch beginnt die Reihe, indem sie die Sprache einmal genauer unter die Lupe nimmt. Erster Befund: Der Plapperton mache die aktuelle Literatur so erfolgreich….

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love kills.

Freitag, 13. August 2010

ich habe bisher versucht, es nicht ganz so fatalistisch zu sehen.
Am 19.08. eröffnet um 19.30 Uhr in der Commerzbank Lobby am Frankfurter Kaiserplatz — spontan vielleicht nicht unbedingt der Ort, den man sich für seine Arbeiten wünscht — die Ausstellung Love kills (pdf) von Florian Heinke, den ich vor Jahren bei einem Rundgang an der Städelschule kennenlernte und der seitdem irgendwie nie aus meinem Orbit verschwunden ist. Vielen vielleicht zu poppig, zu direkt, als “Kunst”, mir nicht.

Ach und übrigens Judy, ich komme nach Frankfurt!