…zur Berliner Modewoche schreibt Timo in der taz. Da steht dann sowas wie: Auch hier führt man Gespräche, die auf Originaltexten deutscher Internetforen basieren, auch hier sieht man seine Seele am blinden Fleck des sozialen Orkans erodieren. Ein aufgebrachter Idiot versucht die Meute zu überzeugen, warum wir nicht preisgeben dürfen, was über Jahrtausende zum Maßstab der Zivilisation geworden ist. Jemand antwortet dem Schwachsinnigen trocken, dass er sein bald erscheinendes Album “I’m Gay” nennen wird, einfach aus dem Grund, weil er nicht schwul ist. Alles wird gut, und alles wird anders sein. Ja….
Zum Foto: Ich hoffe Cherry Merpe wird es mir verzeihen, dass ich ihr das Foto klaute, es passte einfach zu gut und zum Nachfragen fehlte die Muße. Beide, Timo und Mary haben übrigens für einen Beitrag zum aktuellen Zitty Modeheft kooperiert.
Einer der besten Beiträge, die ich seit langem zum Thema Modeblogs von seiten des Journalismus gesehen habe. Gut recherchiert, gute Fragen, kritisch. Gute Arbeit von Juli Fox für Deutsche Welle TV.
Bester O-Ton: Filip Arickx von A.F. Vandevorst. “The Blogger opened the dialogue”.
Obgleich der Hauptsponsor der Berliner Modewoche ein Automobilhersteller ist, sind die Kleidermode und das Auto nicht unbedingt zwei Bereiche, die ohne weiteres in einen Topf geschmissen werden. Selten geht die Kombination über das Stellen eines mehr oder minder bekleideten Modells neben ein motorisiertes Gefährt hinaus. Aber es gibt sie, die Versuche, des Deutschen liebstes Spielzeug mit der Mode intelligent zu verbinden.
Einer davon ist die Ausstellung RECOLLECTION QUARTETT, die während der Fashionweek in Berlin in der Malerwerkstatt des ehemaligen Bühnenservice der Deutschen Oper zu sehen war. Parallel zum Spektakel am Bebelplatz zeigte Mercedes Benz dort in Kooperation mit dem ModeMuseum Antwerpen eine mögliche Symbiose von Mode und Automobil, um genauer zu sein: Es wurden vier, junge, international erfolgreiche Designer geladen, sich mit den Klassikern des Hauses zu befassen…
Die zahlreichen Bilanzen der Berliner Modewoche – meine wird am Donnerstag im FREITAG erscheinen – nötigen mich in gewisser Weise dazu, auch hier ein Statement abzugeben über eine Fashionweek, die meines Erachtens diesmal mehr auf einer Metaebene denn auf dem tatsächlichen Laufstegen ausgetragen wurde. Alles begann mit einem Artikel im Spiegel, auf den dann in direktem Gegenschuss Alfons Kaiser und Anke Schipp (FAZ) folgten. Ein Schlagabtausch zwischen Hamburg und “Berlin”, so schien es. Um genauer zu sein: Alles Scheiße, gegen alles doch irgendwie super. Ja, aber wie war es denn nun wirklich? Mehr dazu dann nächste Woche im FREITAG.
Ich wurde mehrfach auf mein Blog angesprochen, dass es toll sei, dass er nun wieder online sei. Das Abschalten wurde – ja zugegebenermaßen hat es mich überrascht – in direktem Zusammenhang mit einem psychisch labilen Zustand Ende Oktober/Anfang November gesehen. Nein, ich hatte tatsächlich ein Serverproblem, aber ja, ich habe mir Zeit damit gelassen, es zu lösen. Zeit auch, um zu überlegen, wie es überhaupt weitergehen soll. Und so geht es jetzt erstmal einfach so weiter, nach vier Wochen offline, die in Bloggerdimensionen Jahren gleichkommen. Aber – so behaupte ich einfach mal – mit 30 darf man sich auch mal des künstlichen Drucks entledigen… Ich freue mich trotzdem, dass mir viele Leser die Stange halten (gehalten haben – auch wenn sich viele durch den Beitrag “ergötzen” auf den Schlips getreten fühlten. Das wurde mir gestern auch gesagt… böse gemeint war es jedenfalls nicht).
as always. besonders glamorös schaut das nicht gerade aus.
Das Bild kam gerade von der Pressestelle Mercedes Benz’ per Mail, gemeinsam mit einer Fotografie von Boris und Lilly Becker, die ich Euch an dieser Stelle vorenthalte. Ja, ich war ja auch schon da, heute, und gehe nachher auch nochmal hin, aber gerade ist es am heimischen Computer mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung viel gemütlicher.
Meine Prognose für diese Saison: Die Renaissance der Kritik. Es darf endlich im großen Stile herumgekotzt werden! Über die Mode an sich wird es wieder nicht viel zu sagen geben. Bitte lesen (+ der Artikel zum Scheitern der Mercedes Benz Fashionweek Berlin im aktuellen Spiegel) und anhören.
Der Bebelplatz war an der Berliner Modewoche ja nie wirklich das spannende… Wer Jürgen Tellers Paradis Serie noch nicht im Original gesehen hat, kann das nun in der Galerie von Johann König tun. Noch bis zum 29.01. zeigt er dort das Ergebnis von einer Nacht Arbeit Tellers mit Charlotte Rampling und Raquel Zimmermann im Louvre.
Paradis
Sat 15. Jan 2011 – Sat 29. Jan 2011
Galerie Johann König
Dessauer Str. 6-7, Berlin.
Marcel Ostertag. Er erfindet sich ständig selbst neu. Gespannt ist man als Besucher, zu sehen, wie er diesmal nach der Show auf den Laufsteg kommen wird. Die Mode ist nicht mein Fall, dennoch muss ich gestehen, dass Marcel eine Linie hat, die er konsequent verfolgt und weiterentwickelt und das findet treue Kundinnen. In diesem Sinne lieber Marcel, “I love to hate you” (übrigens das Thema seiner aktuellen Kollektion!) und gerne komme ich immer und immer wieder auf Deine Shows!
Video und Bilder zur Show kann man sich hier ansehen.
Bei Schumacher Freitag früh saß ich gegenüber von Annette Weber und Patricia Riekel. Eben beim Sichten der Bilder kam mir kurz der Gedanke: Was die eine zu wenig hat, hat die andere zu viel… Eingestellt hätte Frau Weber Frau Riekel wohl kaum, bei ihrer Einstellungspolitik.