
credit: Tommy Ton für style.com
“The whole collection is super wearable!” versichern Lazaro Hernandez und Jack McCollough ihrem Investor. Ich frage mich, ob das eine Aussage ist, die einem Designer leicht über die Lippen geht, so als sei es ein Qualitätsurteil der eigenen Leistung. Es ist nicht so, als haben die beiden sonst noch etwas zu ihrer Kollektion gesagt oder Loïc Prigent hat es herausschneiden lassen aus seiner Dokumentation, die er für arte produzierte. Mode ist letztlich eben doch (nur) ein Geschäft.
Schlagworte: arte, Loic Prigent, Proenza Schouler
leider der langweiligste teil der serie bisher…
aber an MARC JACOBS LOUIS VUITTON von loic prigent kommt bisher auch kein anderer seiner filme dran
Haben will !!!
ich glaube einfach, sie haben deshalb so oft betont, dass die sachen “wearable” sind, weil sich die vorherige kollektion garnicht gut verkauft hat – weil eben grösstenteils untragbar.
und so schön mode auch ist, für designer – und gerade jungdesigner – ist es nun mal das a und o, dass die sachen später auch in den läden hängen und sich gut verkaufen!
Die Kunst liegt darin, die Grätsche zwischen ausgeklügelten Konzept und Tragbarkeit zu meistern. Ich möchte nicht behaupten, dass Tragbkarbei per se KEIN Qualitätsurteil, nur finde ich es immer recht beängstigend, wenn eine Kollektion schnell auf diese eine Ebene heruntergebrochen wird. Da gibt es doch noch so viel mehr, was durch das Raster der meisten Investorengehirne durchgeht. Und warum nicht auch mal die Grenzen der Tragbarkeit erweitern. Miniröcke galten schließlich auch irgendwann einmal als gänzlich untragbar!
na ja, ich fand, die kollektion war ja jetzt auch keine aalglatte o8/15 nummer – sie hatte ja schon ecken&kanten.
ein bisschen hatte ich auch das gefühl, sie erwähnten den faktor tragbarkeit nur deshalb so oft, um es der person (wer war er noch gleich?) regelrecht einzubleuen: tragbar tragbar tragbar!
alles in allem ist die modebranche ein knallhartes geschäft und die allermeisten investoren interessiert halt leider nur money. die kunst dahinter oder der designer selbst ist doch vielen geldgebern gleich. vielleicht sähe die sache anders aus, würden proenza schouler in london oder paris zeigen. aber ich empfinde die new yorker fashion week immer als eine sehr kommerziel ausgerichtete veranstaltung, wo alles schön “wearable” sein muss, um sich danach bei barneys und co gut zu verkaufen.
&und was mich sehr gewundert hat: obwohl proenza schouler inzwischen an ihrer 15.(?) kollektion arbeiten, von den medien wahnsinnig gehyped und von anna wintour hofiert werden, wirft das label immer noch nicht genug ab, um die models zu bezahlen. ich weiss nicht, wie sehr das gang und gäbe ist in dieser “high fashion” branche – aber das hat mich echt überrascht!
Dieser Teil der Serie war mir sehr suspekt. Wenn die Hersteller ihre Kleidung als “tragbar” bezeichnen, dann übertreiben sie doch sehr. Viele der Stücke überzeugten mich, jedoch mindestens genau so viele ließen die Frage aufkommen, warum die Designer nicht ehrlich genug sind zu sagen: Dieses Teil (Chiffon-Kleid) ist sehr fragil – sie werden es vermutlich nur ein paar Minuten tragen können, aber investieren sie ihr Geld! Das ist die Realität.
Spätestens jetzt wissen wir Bescheid, wie es bei den hübschen beiden läuft.
Im Gegensatz zu den anderen Folgen empfand ich diese als zu übertrieben…vielleicht tatsächlich zu amerikanisch…zu unehrlich. Wohingegen Fendi mich sehr bewegte.
[...] darum, ansprechende, tragbare Mode zu entwerfen, als Neues zu schaffen und zu beeindrucken. „Wearable“ = „tragbar“ lautet die heutige Maxime, denn nur wer allgemein gefällt, wird gekauft. [...]